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Es ist ein Verjus—Sprizz.

Es ist Jus(t).

Just Verjus Spritz

Jus(t) Branding — Der Verjus kehrt zurück

Ende 2017 kam Werner Hauser, Unternehmer und Inhaber des Weingut Hauser in Poysdorf zu uns. Im Gepäck hatte er die Idee aus Verjus ein leicht alkoholisches Mixgetränk zu machen. Verjus – der Saft der unreifen Traube – genießt in der Kulinarik seit kurzem eine Renaissance. Nicht nur als Würzmittel beim Kochen, sondern auch mit Soda gemischt schmeckt er herrlich. Werner experimentierte also mit Verjus, Soda, Gin/Vodka und bat uns konkret ein Logo für das Getränk zu entwerfen. Wir konnten Werner für ein ganzheitliches Branding gewinnen. Unser erster Schritt war eine gründliche Marktanlyse: Erste Etappe war die Geschichte des Verjus.

In der Antike war Verjus zur gleichen Zeit in unterschiedlichsten Kulturen als Heilmittel, Delikatesse und Hausmittelchen in Verwendung. Er verschwand, als die Zitrusfrucht aus Amerika nach Europa kam. Nun, nach all den Jahren, erscheint er auf mysteriöse Weise wieder. Für uns war klar, dass unser Branding vor allem Eines schaffen muss: Es muss neugierig machen. Es muss die Geschichte der geheimnisvollen Zutat in ein eindrucksvolles Licht rücken, gleichsam rätselhaft sein und zur aktiven Auseinandersetzung motivieren. Ein normatives Logodesign konnte uns nicht zu unserem Ziel führen: Menschen in einen Dialog mit dieser Geschichte und der Produktidiologie zu verwickeln.

Just Verjus Sprizz Design
Just Verjus Sprizz Design

Getränke Branding anders: Ein moderner Zaubertrank

Wir beschlossen die geheimnisvolle Geschichte der Wiederkehr aufzugreifen und in ein metaphysisches Licht zu setzen. Wie passierte diese Zeitreise des Verjus aus der Antike in die heutige Zeit? Wir hefteten diesen Ansatz an die geheimnissvollsten Gesetze der Natur. Die Gezeiten. Der goldene Schnitt. Die Fibonacci-Folge. Alchemistische Glaubenssätze der Vergangenheit. So entstand der Archetyp für Jus(t):  Und damit die Geschichte des „wiederkehrenden Zyklus“. In einem Workshop bauten wir das Grundkonzept von Werner Hauser gemeinsam aus und entschieden uns die Rezeptur durch florale – und herbale Essenzen zu ergänzen, um daraus zwei Sorten zu machen: Jus(t) No. 1 und Jus(t) No. 2.

Während der Rezeptverfeinerung gelang es Werner Hauser alle künstlichen Stoffe aus dem Getränk zu verbannen. Zugesetzt werden dem Getränk neben den pflanzlichen Essenzen nur noch hochwertige Artisan-Alkoholika. Inzwischen genießt Jus(t) höchste Beliebtheit in ausgewählten gastronomischen Betrieben. Unter Gin-Liebhabern ist Jus(t) bereits ein Geheimtipp. Für Staunen sorgte nicht nur das Jus(t) Branding im Packaging Design, sondern auch der magische Farbakzent: Das Getränk ist durchsichtig. Durch die Kolorierung der Innenseite des Labels spiegeln sich Farbfragmente in der Flüssigkeit. Passend zu den Geschmacksrichtungen, erzeugen diese im Licht wunderschöne Effekte und geben einen starken Kontrast zum minimalistischen Auftritt.

Credits:
Konzept & kreative Direktion: Florian Kowatz
Art-Direktion: Denise Schindele
Textkonzept: Sebastian Müller
Code & Web: Maria Schelepak
Fotoshooting: Gregor Hofbauer